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Auf die Frage, was die Partnerschaft zwischen Dorsten und Rybnik ausmacht, antwortet Hans-Joachim Thelen, Vorsitzender des Freundeskreises Rybnik, wie aus der Pistole geschossen: „Der Kulturaustausch. Und das von Anfang an." Die jährlich stattfindenden Partnerschafts- feste, hier die Rybnik-Tage, dort das Patronatsfest, sorgen dafür, dass die Freundschaftskreise beider Seiten zahlreiche persönliche Begegnungen ermöglichen können. „Meist sind 100 Personen wechselseitig zu Gast, die das Leben der Gastgeber kennen lernen können." In diesem Jahr [2010] hatte der Freundeskreis Rybnik das Blasorchester St. Antonius und das Fanfarencorps Hervest zu Auftritten mit nach Polen genommen. „Das Fanfarencorps hatte vor mehr als 15 Jahren auch den Anfang gemacht", so Hans-Joachim Thelen, der die Städte- partnerschaft initiiert hatte. Ansonsten sind es Maler, Tänzer, Fotografen, Brauchtumsbewah-
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rer, die Austausch lebendig gestalten. „Nur keine Theaterleute, das ist wegender Sprache schwierig", so Thelen. Wobei: „Das Motiv des Sprachenlernens ist schon da. Allerdings mehr auf der polnischen Seite", so Hans-Joachim Thelen. Das zeigt sich vor allem daran, dass die Rybniker Schulen ganz wild auf Schulpartnerschaften gewesen seien. „Die dortigen Beruflichen Schulen haben wir an das Dorstener Berufskolleg vermittelt, das Gymnasium der Aufständischen an das Gymnasium Petrinum." Weil der Markt in Dorsten ansonsten gesättigt gewesen wäre, musste der Freundeskreis die weiteren Beziehungswünsche an Schulen in Reken, Essen und Marl weitergegeben. “Der Altruismus der Dorstener hält sich in Grenzen", so Thelen. „Wir haben es schwerer als andere Freundschaftskreise,”weil man bei uns geben muss und nicht so sehr profitiert." 40 bis 50 Mitglieder hat der Freundeskreis Rybnik - in Dorsten, dessen Pendant auf der anderen
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Seite der Arbeitskreis Rybnik-Europa ist. „Der ist aber anders organi- siert", so Hans-Joachim Thelen. Denn er ist der Dachverband aller Rybniker Partner- schaften, von denen es insgesamt zwölf gibt, davon allein drei in Frankreich. Obgleich der Freundeskreis Rybnik wenig regel- mäßige Veranstaltungen organisiert, hat er mit der Organisation und Vorbereitung der jeweiligen Kulturtage eine Menge zu tun. „Wir nehmen uns jedes Jahr so viel vor die Brust, wie es andere nur zu Jubiläumsfesten machen. Da steckt so viel Arbeit drin, da haben wir Monate mit zu tun", so Thelen. Dabei profitiert der Freundeskreis von den Kontakten. die sich parallel zu seinen Aktivitäten entwickelt haben. HansJoachim Thelen hebt insbesondere den Jugendaustausch des Rhaders Johann Brodsza hervor und den Austausch der beiden Kirchengemeinden St. Nikolaus und St.Theresa in Rybnik. MK
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