|
Unter diesem Motto der deutsch-polnischen Schulpartnerschaft zwischen dem I. Liceum in Rybnik im oberschlesischen Polen und dem Gymnasium Petrinum in Dorsten fand auch in diesem Schuljahr die Begegnung zwischen 31 polnischen und ebenso vielen deutschen Schülern beider Gymnasien in Dorsten statt.
Nach 16-stündiger Busfahrt trafen die polnischen Schülerinnen und Schüler unter Begleitung ihrer Lehrer Aleksandra Rychlik – Kosior, Renata Boczek – Navratil und Jan Navratil morgens früh um 07.15 Uhr ein und wurden von ihren deutschen Gastgebern am Gymnasium Petrinum mit einem vorbereiteten Frühstück begrüßt. Es blieb eine Woche, um sich gegenseitig Land und Leute vorzustellen. Trotz dieser großen Aufgabe sollte es eine schöne Woche voller neuer Erfahrungen, Bekanntschaften und nicht zuletzt Freundschaften werden. Untergebracht waren die Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren in den Familien der Dorstener Schülerinnen und Schüler des Petrinum, die ihren Gästen ein unterhaltsames und abwechslungsreiches altersgemäßes Freizeitprogramm (Atlantis oder Eislaufhalle, Partys, Ausflüge nach Holland, in die Ski – Halle, in den Movie Park Bottrop zur Halloween-Party, Bowling – Abend…..) ermöglichten. Daneben erwartete die Schüler- und Lehrergruppe aus Rybnik zusammen mit ihren deutschen Gastgebern ein umfangreiches Besuchsprogramm, das die Kollegen des Petrinum – Marianne Jaust, Norbert Möller und Dietmar Jelinek ihren Gästen dank der finanziellen Unterstützung durch den Freundeskreis Rybnik sowie dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk in Warschau vorbereitet hatten. An dieser Stelle sollte ebenso die Hilfestellung der Schulleitung des Petrinum unter Wolfgang Gorniak und durch den Dorstener Bürgermeister Lambert Lütkenhorst Erwähnung finden. Die sachkundige Altstadtführung in Dorsten durch Dr. Josef Ulfkotte bildete den Auftakt des Programms bevor dann unser Bürgermeister die Gäste begrüßte, den Bürgermeistersessel gegen den Fahrersitz eines Busses der Firma Kremerskothen tauschte und den Schülern aus Rybnik eingebettet in eine Stadtrundfahrt Entwicklungen und Erfahrungen einer „Stadt im Wandel“ erläuterte. Nach den Einblicken in Dorstener Stadtbild, Geschichte und Entwicklung ging es dann über die Stadtgrenze hinaus. In Düsseldorf bot die Daimler AG Lehrern und Schülern im Rahmen einer Werksführung und Unternehmenspräsentation Einblicke in das renommierte Unternehmen und die Autoherstellung. Ein Spaziergang am Rheinufer bei herrlichem Spätsommerwetter und ein Bummel durch die Altstadt rundeten den Besuch in Düsseldorf ab. Besonders große Aufmerksamkeit bei den Gästen aus dem überwiegend katholischen Polen genoss der Besuch des Kölner Domes mit anschließender Turmbesteigung. Höhepunkt des Besuchsprogramms jedoch bildete ohne Zweifel ein Besuch des Europaparlaments in der belgischen Hauptstadt Brüssel, bei dem die polnische Gruppe auch durch ihren Europaabgeordneten Jan Olbrycht begrüßt wurde. Nach der interessanten Führung im Gebäude des EU – Parlaments sowie einem Blick auf das imposante Atomium – einem der vielen Brüsseler Wahrzeichen -, gab es dann noch Gelegenheit, die Brüsseler Altstadt mit dem „Großen Markt“, dem Männeken Pis und natürlich dem reichhaltigen Schokoladen- und Pralinenangebot kennen zu lernen. Erholung nach dem anstrengenden Besichtigungsprogramm fanden die Gruppenleiter der polnischen und deutschen Gruppe dann ohne Schüler bei gemeinsamer Abendunterhaltung: Sei es im Signal-Iduna Park bei Borussia(mit dem polnischen Nationalspieler „Kuba“) gegen Hertha, in Recklinghausen zum Lichterfest, im Varietee in Essen oder einfach in gemütlicher Runde zum Abendessen. Zum Abschluss des Programms bot ein Ausflug nach Oberhausen neben der Besichtigung der Unterwasserwelt des Sea – Life den Gästen die Möglichkeit, im CentrO Mitbringsel und Souvenirs für Familie und Freunde daheim in Polen zu erstehen. Bedurfte es noch eines Beweises zum Gelingen des Schüleraustausches, so konnten der herzliche und tränenreiche Abschied sowie Verabredungen und Erwartungen zum Gegenbesuch im nächsten Jahr letzte Zweifel ausräumen.
Do widzenia! – Auf Wiedersehen in Rybnik 2010!
|