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Partnerschaftstage 2011

 Der folgende Artikel ist der Dorstener Zeitung  vom 4. Juni 2011 entnommen.

“Ich liebe das Leben”
Brygida Przibyla stellt ihre Bilder noch bis zum 30. Juni im Forum der VHS aus

DORSTEN. “Ich liebe das Leben, ich liebe die Menschen und die Natur. Deshalb male ich.” Sehr heimatverbunden sind die Bilder der Rybnikder Malerin Brygida Przibyla, die noch bis zum 30. Juni im Forum der VHS ausgestellt werden.

Mit einer Ausstellungseröffnung ihrer Werke startete der offizielle Teil des Besuchs einer Delegation aus der polnischen Partnerschaft am Freitagnachmittag.
  Ihn und Brygida verbinde ein Geheimnis, sagte Bürgermeister Lambert Lütkenhorst bei der Begrüßung der Gäste. Bei freundschaftlichen Besuchern seinerseits in Polen oder ihrerseits in Deutschland habe man sich versprochen, einmal mit einander zu tanzen. „Bisher ist das nicht gelungen. Wir arbeiten daran, dass es heute Abend klappt."

“Vulkan”
Tanz ist nur eines der vielen Hobbys von Brygida Przibyla: Sie segelt, spielt Volleyball, schwimmt gern, fährt Ski. Und wenn man ihr eines nicht ansieht, sind es die 64 Jahre. Sie sei ein “Vulkan’”, habe einer ihrer Dozenten aufgrund ihres Temperaments einmal zu ihr gesagt. Und auch das seiht man ihrer Kunst überhaupt nicht an. Ruhige Lanschaftsbilder, durchaus etwas verklärt, sind ihre Spezialität. Das kann nur jemand malen, der völlig in sich selbst ruht. Glaubt man...
  Dass die Dame einen Hochschlussabschluss in Ökonomie mitbringt, würde man nicht unbedingt erwarten. Schon iher, dass die “Rentnerin” Kunstlehrerin für Kinder isst, ein bisschen singt und den Jazz lieb. Vorbehaltslos steht sie zu Rybnik, ihrer Heimat. “Das ist mein Platz in der Welt. Und ich könnte mir auch nicht vorstellen, den zu verlassen.
 

Um Flüsse, Wälder, Felder und Feldwege, Bäche und Seen zu malen, geht sie germn in die Natur. Erst wird eine Skizze angefertigt, dann folg das Gemälde auf Leinwand und Platten, in Öl oder Pastell gemalt. Dabei achtet sie vor allem auf die LIchtverhältnisse

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Brygida Przibyla (2. von links) bei der Eröffnung der Partnerschafttage 2011 - Foto Alfred Gebauer

Neben der Natur hat es ihr auch die Architektur angetan. Kleine Kapellen etwa, oder auch die schneebedeckte Antonius-Basilika in Rybnik, die fast schon eine Mitelstellung zwischen den 21 mitgebrachten Bildern einnimmt. In Zukunft, verrät die Künstlerin, wolle sie sich mehr mit Menschen beschäftigen.

Berthold.Fehmer@
DorstenerZeitung.de


Der folgende Artikel ist der  Dorstener Zeitung  vom 6. Juni 2011 entnommen.

Freundschaft soll sich wie “Heimat” anfühlen
Rybniker waren vier Tage in Dorsten

DORSTEN. Von Donnerstag bis Sonntag hatte Dorsten 40 Gäste aus der südschlesischen Partnerstadt Rybnik zu Besuch. Zum Abschluss waren Vertreter vieler Dorstener Gruppen zu einem Abendessen mit den polnischen Gästen ins VHS-Forum eingeladen..
  Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Briefs wünschte sich in ihrer kurzen Rede eine Freundschaft zwischen Rybnik und Dorsten, die sich anfühlt wie “Heimat”: Bei gegenseitigen Besuchen solle das Gefühl entstehen, man komme nach Hause.
  Später am Abend erzählte der polnische Delegationsleiter Roman Widerski von seiner Motivation, bei diesem Austausch zum dritten Mal mitzuarbeiten: “Mir geht es um ein Europa ohne Grenzen. Reden wir nicht mehr von der Vergangenheit, schauen wir lieber nach vorne. Und Vorurteile kann man nur abbauen, wenn man kommt und etwas mit eigenen Augen sieht.”

Verträumte Kleinstadt
Seine junge Dolmetscherin Anna Jachym war zum ersten Mal in Dorsten. Ein polnisches Ehepaar hatte sie gefragt, ob sie mitfahren könnte, weil sie so gut Deutsch

spricht. Angesprochen auf die Unterschiede zwischen beiden Städten beschrieb sie Dorsten als verträumte Kleinstadt, während Rybnik eine Großstadt sei, wo viel los ist.

Bergbau-Geschichte
Unter den Bürgern aus Dorsten war auch Alfred Gebauer, der schon fast alle Partnerstädte bereist hat. Für ihn steht die Bergbaugeschichte als Gemeinsamkeit im Vordergrund: In Rybnik gibt es noch drei aktive Schächte. Berbau ist auch das vorherrschende Thema in den abstrahierten Acryl-Gemälden von Dr. Wilhem Müller, der bereits angesprochen wurde, ob er nicht mal in Rybnik ausstellen könnte. So wird es also weitere Begegnungen geben.
Lilienzüchter Roman Widerski hofft, dass seine Bekannten neue Leute mitbringen, damit sich die Partnerschaft verbreitert und verjüngt - so wie einige seiner Pflanzenableger nun in Dorsterner Gärten wachsen. Die Vorbereitungen für den Besuch nächstes Jahr in Rybnik laufen bereits an.

Sabine Bornemann

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