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Das Jahr 2009
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vereinsmitglieder, nun wird es Zeit, Ihnen zusammenfassend zu berichten, was uns, d.h. dem Verein und der Städtepartnerschaft, das Jahr 2009 gebracht hat. 2009 begann für uns rabenschwarz. Im Februar verstarb in Rybnik Johann Sebastian. Ein Mensch, der als Angehöriger der Deutschen Minderheit in Rybnik die Kontakte zwischen den Aktiven aus beiden Städten von der ersten Minute an begleitet hat und sich seitdem sehr aktiv am Aufbau der Städtepartnerschaft beteiligt hat. Auf seinen Schultern ruhte zeitweilig als Vorsitzendem des Trägervereins der Städtepartnerschaft, später Kassierer, die gesamte Last der bürgerschaftlichen Unterstützung all dessen, was im Rahmen der Städtepartnerschaft in Rybnik geschah. Jan Sebastian hat sich für Beziehungen zwischen Dorsten und Rybnik und darüber hinaus auch zu allen Partnerstädten in Deutschland aufgeopfert. Im März verließ uns völlig unerwartet unser Mitglied Heinz Ritter. Als Dorstener Bürgermeister hatte er uns den administrativen und politischen Weg zur Städtepartnerschaft in Dorsten und in Rybnik geebnet, indem er sehr persönliche Beziehungen mit der Rybniker Stadtspitze aufnahm. Er hielt von Anfang an die menschlichen Verbindungen zur Deutschen Minderheit in Rybnik und sorgte für die Einbeziehung der Bundesheimatgruppe deutscher ehemaliger Rybniker in die städtepartnerschaftlichen Beziehungen. Als gebürtiger Oberschlesier setzte er sich leidenschaftlich ein und unterstützte unseren Verein auch nach seiner Amtszeit engagiert. Sowohl Johann Sebastian als auch Heinz Ritter haben sich um die Städtepartnerschaft verdient gemacht. Wir werden sie in dankbarer Erinnerung behalten.
In der ersten Jahreshälfte bereiteten wir das Partnerschaftsfest 2009 vor, das in diesem Jahre wiederum in Dorsten stattfand. In Zusammenarbeit mit der Rhader Gruppe um unser Mitglied Johann Brzoza entwickelten wir mit der Stadt Dorsten ein reichhaltiges Programm für über achtzig Rybniker Gäste, Laienkünstler, interessierte Rybniker Bürger, einer Deutschklasse des Zweiten Rybniker Gymnasiums samt Lehrerbegleitung, Mitgliedern der deutschen Minderheit und der Bundesheimatgruppe deutscher ehemaliger Rybniker. Während die Ausflüge der Gruppen Münster, Bottrop und Essen zum Ziel hatten, fanden die Feiern diesmal mit Schwerpunkt in Rhade statt. Nur der Auftritt der Rybniker Künstler in der VHS und die Gemäldeausstellung der Rybniker Malerin Malczewska in der Volksbank waren in Dorstens Zentrum gelegt worden und fanden eine beeindruckende Zuschauerzahl. Auch in Rhade war das öffentliche Echo zu unserer vollsten Zufriedenheit. Ein weiterer Erfolg des Freundeskreises geht auf das Konto von Johann Brzoza. Das Zweite Rybniker Gymnasium, dessen Lehrer und Schüler zu Besuch waren, schloss eine Schulpartnerschaftsvereinbarung mit dem Essener Leibniz Gymnasium ab, das in Rhade ein Schullandheim unterhält. Das ist die fünfte Schulpartnerschaft, deren Vermittlung auf das Konto des Freundeskreises geht. Bekanntlich sind alle in Frage kommenden Dorstener Schulen schon lange mit Partnerschaften gesättigt. Am 4. September, nach der Sommerpause, veranstaltete der Freundeskreis wiederum sein traditionelles Sommerfest. Ein Dankeschön für alle Gastgeber, begleitet von der bereits unter Eingeweihten für ihre sagenhaften Preise berühmten Tombola. Ein würdiger Saisonabschluss, dem am Nachmittag des gleichen Tages bereits unsere Mitgliederversammlung vorausging. Alle Funktionsträger wurden wiedergewählt. In den Beirat zogen Inge Moll, Friedhelm Apholz und Wolfgang Halm neu ein. Dieter Joeck wurde Kassenprüfer für den schon früher verstorbenen Rolf Hartmann. Ende Oktober bis Anfang November weilte eine Schulklasse aus Rybnik im Rahmen der Schulpartnerschaft mit dem Petrinum in Dorsten. Etwa einen Monat früher waren schon Schüler des Leibniz Gymnasiums in Rybnik gewesen. Vom 10. bis 13. Dezember besuchte eine vierköpfige Vorstandsdelegation ihre Kollegen in Rybnik. Zentraler Punkt war eine gemeinsame Vorstandssitzung zur organisatorischen Vorbereitung des Dorstener Beitrages zum Rybniker Patronatsfest „Rybnik-Tage“ im Juni 2010. Dorsten wird mit einer Musikkapelle vertreten sein. Interessierte Dorstener Bürger können sich schon auf den Termin 12. bis 15. Juni vorbereiten. Der Aufenthalt war wiederum eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Festigung der persönlichen Beziehungen und Freundschaften. Er gipfelte in der Teilnahme an der Jubiläumsfeier des Freundeskreises Rybnik-Europa, in dem alle zwölf Partnerschaftsbeziehungen der Stadt Rybnik zusammengefasst sind. Bei dem Treffen nutzten die Rybniker die Gelegenheit, uns über ihre neuen Projekte zu informieren. Vom 21. – 30. Juni 2010 findet in Rybnik ein Lehrgang der polnischen Sprache und über regionale Kultur „Stolz unseres Kulturerbes“ statt. Dazu sind alle Dorstener herzlich eingeladen teilzunehmen. Einladungen ergehen aber auch an alle Bürger der anderen Partnerstädte Rybniks und an Freunde in der Mancha, Spanien. Anreise, Kost und Unterbringung sind kostenlos ebenso wie die Teilnahme an den geplanten Ausflügen. Der Kurs besteht aus Unterricht in der polnischen Sprache am Vormittag und Ausflügen mit Informationen über regionale Kultur und Geographie am Nachmittag. Anreise und Abreise sind am Tag vorher bzw. nachher. Die Anmeldungs-, Vertrags- und Unterrichtssprache ist Englisch. Vorerst hat man Platz für 18 Teilnehmer aus Deutschland, Spanien und Nordirland. Statistisch gesehen sind das im Mittel sechs pro Land. Interessenten finden weitere Informationen auf unserer Internetseite (s.o.). Verbliebene Unklarheiten können unter Tel. 02362/65755 abgeklärt werden. Aber auch für die Zeit nach 2010 haben die Freunde in Rybnik bereits Ideen. Im Jahr 2011 soll ein Kurs für ältere Erwachsene (50+) angeboten werden, der Teilnehmer aus drei EU-Nationen umfassen muss. Auch hier ist die Teilnahme von Spaniern vorgesehen. Geplante Dauer 3-8 Wochen. Inhalt des Vorhabens sind die Beiträge der Kursteilnehmer selbst. Jeder Teilnehmer muss eine festgelegte Zahl von Stunden über ein von ihm vorher angegebenes Thema berichten. Die Themen werden voraussichtlich aus dem Interessen- und Hobbybereich der Vortragenden stammen. Über Themenbeschränkungen ist nichts bekannt. Vollkostendeckung der Teilnehmer wird angestrebt, für die Reisekosten wird es voraussichtlich eine Pauschale kleiner 100% geben. Weiterhin planen die Rybniker für das Jahr 2011 einen Polnischkurs für Ehrenamtliche, d.h. für Personen, die sich ehrenamtlich für die Städtepartnerschaft oder auf anderen Gebieten in ihrer Gemeinde einsetzen. Die Veranstaltung soll zehn Tage dauern, acht Tage Sprachkurs (5 – 7 Std./Tag) und zwei Tage Besichtigungsprogramm in der Region (Erholung). Hier wird vorerst ein Kostendeckungsgrad von 60% erwartet, sofern es nicht gelingt, weitere Förderer zu gewinnen. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 – 18 Personen konzipiert. Die Anträge auf Förderung o.g. Projekte sind noch zu stellen. Hierfür ist mit einem Mindestvorlauf von vier Monaten zu rechnen, d.h. die Anträge sind Anfang 2011 für die Jahresmitte zu stellen. Über die Unterrichts- / Präsentationssprache beider Projekte lagen noch keine Informationen vor. Abschließend noch eine Frage: Haben Sie schon mal Ihre Dorstener Freunde, Bekannten und Verwandten gefragt, ob Sie nicht Mitglied im Freundeskreis werden möchten? Vielleicht können Sie die Frage mit ein paar empfehlenden Worten über Ihre Erfahrungen mit uns begleiten. Wir sind nämlich für neue Mitglieder immer dankbar. Wer es nicht will, braucht gar nichts zu tun. Lassen Sie einfach Ihren Beitrag für sich bei uns arbeiten. Das gibt Ihnen Befriedigung und uns neue Möglichkeiten. Nun bleibt mir nur noch, Ihnen und Ihrer Familie ein geruhsames und fröhliches Weihnachtsfest und ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr zu wünschen.
Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich Ihr Dr. H.-J. Thelen, 1. Vors. FK Rybnik
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